Stromertrag
Ihre Fragen zur den erzeugten Strommengen
Stromertrag
Was Sie sich merken sollten
Das Potenzial einer PV‑Anlage beginnt beim möglichen Stromertrag. Süddächer bringen den höchsten Ertrag, Ost-West die beste Verteilung über den Tag.
Sie können diesen Ertrag mit einfachen Mitteln selbst grob einschätzen – niemand kennt Ihren Standort und die realen Bedingungen so gut wie Sie. Dadurch können Sie spätere Ertragsprognosen der Solarteure besser einordnen; manche sind eher marketinggetrieben als auf konservativen Annahmen aufgebaut.


Der Stromertrag hängt von Standort, Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab.

Der Jahresertrag der Anlage ist wichtiger, als die Spitzenleistung in kWp.

Prognosen des Stromertrags sind nur Näherungen — keine Garantien. Bevorzugen Sie konservative Annahmen.
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Verschattung ist ungünstig und muss im Einzelfall analysiert und bewertet werden.
Wie ergibt sich der Stromertrag einer PV Anlage?

Übersicht der wichtigsten Ausrichtungen / Neigungen
Süden

Maximaler Jahresertrag -
Ertragsspitzen am Mittag
- In Deutschland mit einem Neigungswinkel von 30 bis 35° für den höchsten Jahresertrag ideal. Geringere Neigungen begünstigen den Sommerertrag, höhere Neigungen den Winterertrag.
- Historisch die bevorzugte und wirtschaftlichste Ausrichtung.
- Nachteil ist, dass der erzeugte Strom vor allem mittags anfällt. Dadurch ist ein hoher Eigenverbrauchanteil schwierig, hohes Risiko, dass man den Mittagsstrom nicht voll einspeisen kann (60%-Regelung).
Südfassade

Gut für hohe Erträge
im Winter
- Bei einer Südfassade ist mit Ertragsverlusten von ca. 30% zu rechnen.
- Erhöhter Winterertrag bei tiefstehender Sonne. Gleichzeitig ist Fassaden PV dadurch aber auch anfällig für Verschattung.
- In schneereichen Gebieten hat die Südfassade im Winter den Vorteil, nicht durch Schnee bedeckt zu werden.
- Bei nicht ausreichenden Dachflächen und hohem Stromverbrauch im Winter können Module an der Südfassade daher eine Ergänzung sein.
Westen oder Osten

Etwas geringerer
Ertrag
- Bei einer Ausrichtung nach Ost oder West reduzieren sich die Jahreserträge je nach Dachneigung um 15 bis 20%.
- Gegenüber einer Südanlage ist die Spitze der Erzeugung früher (Ost) oder später am Tag (West).
- Etwas stärkere Anfälligkeit für Schatten
- meist ebenfalls gute Wirtschaftlichkeit.
Westen und Osten

Gut für Eigenverbrauch -
Verteilung der Erträge über den Tag
- Werden die Ost- und die Westseite kombiniert, so ergibt sich in Summe eine gute Verteilung der Solarerträge über den Tag. Die Ertragsspitze am Mittag ist geringer, dafür hat man eine bessere Verteilung der Solarerträge im Tagesverlauf.
- Das ist gut für den Eigenverbrauch, auch Batteriespeicher und Wechselrichter können so etwas kleiner dimensioniert werden. Für die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage ist das daher trotz niedrigerer Strommengen eine sehr gute Kombination.
Geringste Erträge - im Einzelfall dennoch möglich
- Geringe Erträge - bei relativ flachen Dachneigungen liegt der Ertragsverlust gegenüber einer Südanlage bei ca. 30%, bei steilen Dächern noch darüber.
- Trotzdem kann sich die Nutzung eines flachen Norddachs lohnen, wenn nicht ausreichend andere Dachflächen vorhanden sind und mit einem hohen Eigenverbrauchsanteil gerechnet wird.
- Die Ertragsnachteile entstehen bei direktem Sonnenschein, dagegen liefern Nordanlagen bei diffusem Licht (bewölktem Himmel) annähernd ähnliche Erträge wie Süd-/West-/Ostanlagen.

Norden
Mit Aufständerung
flexibel nutzbar
- Bei flacher Montage der Module hat man gegenüber einer optimalen Ausrichtung Ertragsverluste von ca. 15%. Allerdings hat man weitere Nachteile, so ist die Verschmutzung der PV-Module höher.
- Da die Selbstreinigung durch Regen und Gefälle stark eigeschränkt ist, sammeln sich Staub, Vogelkot und andere Verschmutzungen.
- Sofern baulich möglich wird man die PV-Module auf einem Flachdach daher immer in Richtung Süd oder Ost/West aufständern.

Flachdach




